Frühjahrsputz

Darum ging es bei den diesjährigen Fastenimpulsen, die die ev. und kath. SchülerInnen im Rahmen des Religionsunterrichtes mit unseren Schulseelsorgern Frau Geissler und Herrn Dölschner feierten.

Im Rahmen dieser Fastenimpulse reinigten putzfreudige SchülerInnen zum einen Boden, Raumecken, Fenster und Tischoberflächen. Sie führten damit vor Augen, dass viele Menschen am Beginn des Frühlings das Bedürfnis haben, das Haus vom Winter zu reinigen. Zum anderen machten sich die SchülerInnen mit Hilfe eines Zitates des Propheten Jesaja bewusst, dass Menschen darüber hinaus das Bedürfnis haben, ihre Seele von dem zu reinigen, was der Seele nicht gut tut.

Um sich klar zu werden, was dies für eine jede/einen jeden sein kann, erhielten die SchülerInnen eine Tonscherbe, legten sie in eine ihrer Handinnenflächen und spürten dem nach, was ihrem Leben nicht gut tut und notierten dies nur für sich auf ihrer Scherbe.

Diese wurde im Anschluss daran von Frau Geissler und Herrn Dölschner „vergoldet“. Frau Geissler führte dazu aus, dass es in Japan die Technik Kintsugi gibt, die die Bruchstellen an Scherben vergoldet und so darauf hinweist, dass nicht das Perfekte allein wertvoll ist, sondern auch das Unperfekte. So wird versucht, das, was nicht gut ist, nicht zu verdrängen, sondern anzunehmen. In diesem Sinne würde auch Gott die Bruchstellen unseres Lebens nicht verdrängen, sondern annehmen. Dies könne helfen, einen Umgang mit dem zu finden, was der Seele nicht gut tut.

Am Ende des Fastenimpuls gingen so unsere SchülerInnen mit ihren vergoldeten Tonscherben in die vor ihnen liegende Fastenzeit.

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